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Unsere Gemeinschaft geht bis auf das Jahr 1241 zurück. Einige Frauen taten sich in Dillingen zusammen, um gemeinsam ein religiöses Leben zu führen.
Bald schon übernahmen sie die Regel des regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus; somit ist unsere Gemeinschaft die älteste franziskanische Frauengemeinschaft nördlich der Alpen. Zunächst war die Gemeinschaft nicht für eine äußere Aufgabe gegründet worden, sondern um Gott zu loben, ihn anzubeten und ihm zu dienen.
Allmählich aber übernahmen die Schwestern verschiedene Aufgaben, je nachdem, wie der Not der Zeit zu begegnen war. So z.B. erklärten sich die Schwestern 1774 bereit, die Mädchenvolksschule oder andere soziale Aufgaben zu übernehmen. Mitte des 19. Jahrhunderts, in einer Zeit des sozialen Umbruchs und der chan- cenlosen Situation für Menschen mit Behinderung, entstand in unserem Mutterhaus der Anfang des Regens-Wagner-Werkes.
Die damalige Generaloberin, Sr. M. Theresia Haselmayr, nahm sich mit den Schwestern um gehörlose Mädchen an und kümmerte sich um deren Erziehung und schulische Bildung. Unterstützt wurde sie in diesem Anliegen von dem geistlichen Rat Johann Evangelist Wagner, Regens des Dillinger Priesterseminars. 1847 begannen die Schwestern mit einer Schule für gehörlose Mädchen. Bereits 10 Jahre später kam eine "Versorgungsanstalt" hinzu, in der die jungen Frauen nach ihrer Schulzeit wohnen konnten, einen Ausbildungsplatz und Arbeit fanden. Die Schwestern lebten mit den hörgeschädigten Mädchen und Frauen. Nach dem Grundsatz von Regens Wagner: "Wer uns Arbeit gibt, gibt uns Brot", war es ihnen ein Anliegen, dass sie zusammen mit den hörgeschädigten Frauen den gemeinsamen Lebensunterhalt weitgehend selbst verdienten. Neben der Sorge für hörgeschädigte Menschen kam bald die Pflege, Betreuung und Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung hinzu. So wurden weitere Heime in Glött, Zell, Hohenwart, Lautrach,... für Menschen mit Behinderung eröffnet. Die Dillinger Franziskanerinnen wirken heute an vielen sozialen Brennpunkten der Erde. Wir Schwestern in der "Regens-Wagner-Provinz" sehen unsere Aufgabe vor allem im Dasein für Menschen mit Behinderung.
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